Koldehoff-Geschäftsführer Marco Schulte berichtet
Wer Kunden täglich zu Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, Wärmepumpen und intelligentem Energiemanagement berät, muss sich selbst die gleiche Frage stellen: Würde ich diese Technik auch im eigenen Zuhause einsetzen?
Meine Antwort lautet ganz klar: Ja.
Ich empfehle unseren Kunden nur Lösungen, von denen ich selbst überzeugt bin. Deshalb habe ich mein eigenes Zuhause mit genau dem Energiesystem ausgestattet, das wir auch unseren Kunden planen und installieren. Denn nur wer die Technik selbst nutzt, kann ihre Vorteile im Alltag wirklich beurteilen. Heute profitiere ich jeden Tag davon – und die Ergebnisse haben meine Erwartungen sogar übertroffen.
Mein Einfamilienhaus wurde im Jahr 2021 als energieeffizienter Neubau errichtet und wird vollständig mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt. Auf dem Dach erzeugt eine Photovoltaikanlage mit 12 kWp eigenen Solarstrom. Ergänzt wird sie durch einen Batteriespeicher mit 7,7 kWh, der überschüssige Energie speichert und bei Bedarf wieder zur Verfügung stellt. Den entscheidenden Unterschied macht jedoch das intelligente Energiemanagement.
Ich nutze einen dynamischen Stromtarif mit zeitvariablen Netzentgelten. Das bedeutet: Je nach Tageszeit unterscheiden sich nicht nur die Strompreise an der Strombörse, sondern auch die Höhe der Netzentgelte. Dadurch entstehen täglich Zeitfenster, in denen Strom besonders günstig bezogen werden kann.
Das Energiemanagement analysiert diese Preisentwicklung kontinuierlich und steuert alle Komponenten automatisch. Gerade in den Wintermonaten, wenn die Photovoltaikanlage naturgemäß weniger Energie erzeugt, zeigt das System seine größten Stärken. Dann wird die Wärmepumpe bevorzugt in den günstigen Nachtstunden betrieben. Gleichzeitig lädt sich der Batteriespeicher in diesen preiswerten Zeitfenstern aus dem Stromnetz auf. Steigen die Strompreise im Laufe des Tages deutlich an, versorgt zunächst der Batteriespeicher das Haus. Die Wärmepumpe wird in dieser Zeit nur dann eingeschaltet, wenn es wirklich erforderlich ist. Da mein Haus als Neubau hervorragend gedämmt ist, speichert es die Wärme über viele Stunden. In der Praxis musste die Wärmepumpe deshalb während einer Hochpreisphase bisher noch nie aufgrund zu niedriger Raumtemperaturen wieder anlaufen.
Das gesamte System arbeitet automatisch – ohne tägliches Eingreifen und ohne dass ich mich ständig um Strompreise kümmern muss.
Mich interessiert nicht nur die Technik, sondern vor allem das Ergebnis. Deshalb habe ich meinen Stromverbrauch und sämtliche Stromkosten von Oktober bis Juni in einer Excel-Tabelle dokumentiert. Anschließend habe ich die gesamten Stromkosten einfach durch die verbrauchten Kilowattstunden geteilt. Das Ergebnis hat mich selbst überrascht:
Durchschnittlicher Strompreis: 21 Cent pro Kilowattstunde inklusive Mehrwertsteuer
Und das in einem Zeitraum, in dem die Wärmepumpe aufgrund der Heizsaison den höchsten Energiebedarf hat und gleichzeitig nur wenig eigener Solarstrom zur Verfügung steht. Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, welches Einsparpotenzial entsteht, wenn Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe und intelligentes Energiemanagement optimal zusammenarbeiten.
Eine Photovoltaikanlage, ein Batteriespeicher und eine Wärmepumpe sind bereits eine hervorragende Grundlage für eine nachhaltige Energieversorgung. Das volle Potenzial entfaltet dieses System jedoch erst durch ein intelligentes Energiemanagement. Es nutzt automatisch günstige Strompreise, lädt den Batteriespeicher zum richtigen Zeitpunkt, verschiebt den Betrieb der Wärmepumpe in kostengünstige Zeitfenster und vermeidet teure Strombezugskosten. Für mich ist genau das der Unterschied zwischen einer modernen Heizungsanlage und einem wirklich intelligenten Energiesystem.
Ich empfehle diese Lösung unseren Kunden nicht nur aus fachlicher Überzeugung – ich lebe sie jeden Tag selbst.