„Sehr kompetent und freundlich“

Wer als Gast das Sole-Schwimmbad in Essen betritt, ahnt wohl nur in gröbsten Zügen, welcher Aufwand hier notwendig ist, um für ein waschechtes Badevergnügen zu sorgen. In den zurückliegenden Jahren hat ein kleines Kraftwerk zuverlässig Wärme und Strom erzeugt - bis eine notwendige Reparatur anstand. „Wir waren uns zunächst nicht sicher, wie wir mit der Materie umgehen sollten“, erklärt Jana Garling vom Hauptamt der Gemeinde, und dort zuständig für den laufenden Betrieb aller öffentlichen Gebäude.

Vom Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, also der parallelen Erzeugung von thermischer und elektrischer Energie waren sie und die Schwimmmeister überzeugt. „Wir haben ja einen ständig hohen Bedarf an Wärme und Warmwasser“, erklärt Torsten Buth, Meister für Bäderbetriebe. „Das Prinzip und das erste Gerät haben sich wirklich bewährt“, bestätigt Jana Garling. Ob sich eine Reparatur wirklich lohnte, womöglich noch ein weiteres Modul dem bestehenden Kraftwerk dazustellen?

 

Solebad Essen

 

 

 

 

 

 

 

Paul Koldehoff nahm sich der Sache an, und legte den Verantwortlichen im Rahmen der vorgenommenen öffentlichen Ausschreibung drei Modellrechnungen zum Vergleich vor. „Sein Rat lautete, es mit einer leistungsstärker ausgelegten Anlage zu versuchen“, gibt Jana Garling die Expertise des KWK-Fachmannes wieder.

Der im Vergleich höhere Anschaffungspreis für einen Mephisto G22 wurde durch eine spezielle Förderung einmalig reduziert, so die Verwaltungs-Fachangestellte. Und: „Durch den laufenden Betrieb im Sole-Schwimmbad rentiert sich eine Investition in der Größenordnung schnell.“

Mindestens zwei Drittel des vom Kraftwerk erzeugten Stroms verbleibt im Schwimmbad, der Rest wird eingespeist. Normal ist es für die allermeisten, den Strom vom öffentlichen Versorger (EVU) zu kaufen; so geschehen auch in der Übergangsphase vom alten stillgelegten zum neuen BHKW im Solebad. „Da habe ich eine Rechnung vom EVU bekommen, die sich gewaschen hatte“, sagt Jana Garling.