Eine Energiezentrale fürs Bauerncafé

Frischehof Döpke, Varrelbusch

Mit vielen Unternehmen ist es so, wie bei Kindern und Jugendlichen: Sie wachsen, innerlich und nach außen. Neue Kleidung muss dann bei den jungen Menschen her, Unternehmen bauen um, oder an, erweitern Bestehendes. Auf diese Weise ist auch der Frischehof Döpke an der B72 Schritt für Schritt gewachsen. Die anfängliche Vermarktung eigener Produkte erfolgte aus der Familienküche. 1996 bauten die Döpke´s ihren Bauernmarkt. Drei Jahre später eröffneten sie das Bauerncafé in einem Zelt neben dem Hofladen, das im Jahr 2013 dem heutigen Restaurant & Bauern-Café wich.

Mit diesem steigenden Angebot veränderten sich die Anforderungen an ein gleichermaßen wirtschaftliches wie ökologisch sinnvolles Energie-Management. Andres Döpke, 1995 in den elterlichen Betrieb eingestiegen, fragte sich deshalb: "Was machen wir nun, um unsre Immobilien auch energetisch zu versorgen?" "Eine Energiezentrale", lautet die Antwort darauf, geliefert von Manfred Richter, von der SHK-Fachfirma Sievering.

Stall einzelner Heizanlagen und -systeme arbeitet hier nun ein Kleinkraftwerk, das Wärme und Strom produziert. "Das rechnet sich bei dir", hatte ihm Richter versichert. Geliefert hat den Dachs Paul Koldehoff. "Das Gerät ist vielleicht teurer als andere Lösungen", meinte Andreas Döpke.

KWK-Referenzen Gastgewerbe, Koldehoff - Effiziente Energietechnik

Im Frischehof Döpke wird ganzjährig viel Wärme, warmes Wasser und Strom benötigt. Da lohnt sich das Investment in Kraft-Wärme-Kopplung.

 

"Aber dafür hab´ ich keine zusätzliche Arbeit damit."

Eine alternativ ins Kalkül gezogene Hackschnitzel-Anlage passte nach Auffassung des SHK-Profis Richter nicht zum Betrieb und seinen energetischen Erfordernissen, vom Faktor Arbeit einmal ganz abzusehen.

Den mit dem eigenen Kraftwerksbetrieb verbundenen Zusatznutzen Strom kann Andreas Döpke nämlich wirklich gut gebrauchen. Nicht nur, weil er den kompletten Küchenbetrieb von Gas auf elektrische Energie umgestellt hat. Weil über das gesamte Jahr gesehen viel Wärme, warmes Wasser und Strom gebraucht werden, lohnte das Investment in Kraft-Wärme-Kopplung.

Gekauft hat Andreas Döpke das Kleinkraftwerk übrigens vor dem Besuch einer entsprechenden Informationsveranstaltung, und nicht danach - fußend auf dem Vertrauen zu seinem Heizungsbauer. Auch als es anfangs Probleme mit der Regelung der Anlage gab, die im Rahmen der Gewährleistung zügig behoben wurde, hat er der Funktionstüchtigkeit des Dachs' vertraut. Zurecht. Seitdem "läuft der Dachs quasi den ganzen Tag durch", bestätigt Döpke.