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Metzgerei Martin Volmer, Meppen |
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„Von dem Gerät hatte ich bei meinen Gesprächen mit Dachs-Besitzern nur Gutes gehört“.
Die Zahlen sind gewaltig: 100 000 Kilowattstunden Strom, 10 000 m³ Gas, dazu 3000 Liter Heizöl und 4000 Liter Diesel – der Jahresbedarf eines 4-Personen-Familienbetriebes inklusive Privatwohnungen
im 1. Stock. Die Frage, die sich Martin Volmer in den zurückliegenden Jahren immer wieder stellte,
überrascht daher nicht: „Wie bekomme ich meine Energiekosten nur in den Griff?“
Unternommen hat er viel, begonnen mit Wärmerückgewinnung vor 30 Jahren: „Da hat mir nur keiner gesagt, wie viel Strom mich das kostet.“ Sieben Anlagen hatte er installiert. Innerhalb von zehn Jahren sind sie allesamt geplatzt. Eine läuft wieder. Drei Kühlmaschinen haben sie auf dem Gewissen, weil Wasser ins Kühlmittel gelangte. Die Leidensfähigkeit des Fleischermeisters in dritter Generation wurde auf eine harte Probe gestellt.
Solar-Volumenröhren auf einem Teil des Hausdaches sorgten für ersten Balsam auf der Seele. Sie halfen die enormen Mengen an warmem Wasser zu liefern, die Volmer unter anderem für seinen Schlachtbetrieb benötigt. Schließlich „machen wir alles selbst“.
Die Aufgabe einer neuen effizienten Energiezentrale war enorm. Sie muss einen extrem hohen Wärmebedarf im Winter und einen extrem hohen Strombedarf im Sommer decken. Drei Gefrier-, zwei Kühlhäuser und drei Klimaräume sind neben Metzgerei und Schlachthaus trotz aufwändiger Dämmungen an der Gebäudehülle wahre Energiefresser.
„Mit Kraft-Wärme-Kopplung habe ich schon länger geliebäugelt“, beschreibt Volmer seine Gemütslage. Allerdings „wollte mir keiner sagen, wie hoch die Laufzeiten dieses Kraftwerkes sind und
mit welcher Amortisation ich dann rechnen kann“. Das viel beworbene Kraftwerk einer Kooperation von VW mit einem Hamburger Vermarkter erwies sich wegen der Ausschließlichkeit eines Leasingvertrages nicht als Lichtblick. Martin Volmer wollte Besitz, und am Ende den Dachs.
„Von dem Gerät hatte ich bei meinen Gesprächen mit Dachs-Besitzern nur Gutes gehört“. Außerdem überzeugte ihn der nachweislich „gute Kundendienst von Koldehoff“. Seit Dezember 2010 läuft das grüne Kraftwerk, und der Metzger hat eine Sorge weniger. Es leistet sogar mehr Betriebsstunden als er es sich im Vorfeld selbst ausgerechnet hatte.
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